12. Dezember

Am Samstagabend treffen sich die Freunde wieder bei Luce. Sie haben für heute einen Spieleabend geplant. Vorher essen sie jedoch noch gemeinsam. An diesem Abend gibt es allerdings kein aufwendiges Weihnachtsessen mit Gans und allem drum und dran. Keiner von ihnen hatte Lust dazu, das vorzubereiten. Stattdessen haben Luce und Amara gemeinsam eine Lasagne gemacht, bevor ihre Freunde eintreffen.
„Was spielen wir gleich?“, fragt Amara in die Runde, während sie gemeinsam am Tisch sitzen.
„Ich habe Monopoly, Phase 10, Activity, Carcassonne und Siedler rausgelegt. Aber es sind noch mehr Spiele im Schrank, falls ihr was anderes spielen möchtet.“, berichtet Luce.
„Mir ist es gleich. Ich kenne keines der Spiele.“, gibt Jacob offen zu, was bei seiner Herkunft niemanden verwundert.
„Wir können doch auch mehrere Spiele spielen. Der Abend ist noch lang.“, schlägt Amara nun vor.
„Das finde ich gut, aber ich bin auf jeden Fall für eine Runde Monopoly! Das habe ich schon lange nicht mehr gespielt. Zu zweit ist das eher langweilig.“, wirft Sam ein.
Dem stimmen alle zu, also räumen sie das Geschirr ab und bauen dann Monopoly auf. Im Spiel entbrennt schnell ein Kampf um die besten Straßen und Gnade kennt keiner von ihnen. Vor allem Luce hat anfangs viel Pech, weshalb ihr Geld schon nach kurzer Zeit zu Neige geht. Sie hat noch nie Glück in diesem Spiel gehabt, dennoch macht es ihr immer wieder Spaß.
„Das erinnert mich an ein Weihnachten aus unserer Kindheit, Sam.“, wirft sie irgendwann ein, als ihr die Erinnerung durch den Kopf schießt.
Amara und Jacob gucken sie fragend an, weshalb Luce anfängt zu erzählen.
„Damals haben wir mit meiner Mutter und Gabriel zusammen gefeiert. Es war wunderschön. Wir haben ebenfalls Monopoly gespielt, wo ich wie jetzt verloren habe. Dennoch hatten wir den ganzen Abend über Spaß und haben viel gemeinsam gelacht. Es war eines der schönsten Weihnachtsfeste, die ich je hatte. Wobei das Aktuelle dem Titel jetzt schon Konkurrenz macht.“
Luce lächelt ihre Freunde glücklich an.
„Das klingt toll!“, meint nun Amara mit einem begeisterten Funkeln in den Augen. „Für mich ist dieses Jahr definitiv das schönste Weihnachtsfest. In meiner Kindheit war das nie so schön, aber da kannte ich euch auch noch nicht.“
„Dem kann ich mich nur anschließen.“, stimmt Sam zu, während er seine Freundin verliebt anguckt.
„Ich ebenfalls. Ist zwar mein erstes Weihnachtsfest, aber wer nimmt das schon so genau?“, wirft Jacob schelmisch ein.
Daraufhin lachen die Freunde, wie auch den Rest des Abends viel. Selbst das Monopolyspiel beenden sie, ohne dass die Freundschaft zerbricht…

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