Am Montag nach der Schule geht Jacob nicht zu sich nach Hause, sondern kommt mit zu Luce. Dort legen sie ihre Taschen ab, holen eine Axt aus dem Keller und gehen damit in den Wald. Sie sehen ein wenig eigenartig aus, während sie Hand in Hand lachend durch den tiefen Schnee marschieren und Jacob die scharfe Waffe trägt.
Heute dient die Axt jedoch nicht als Waffe, sondern als Werkzeug. Die beiden wollen endlich eine Tanne fällen. Dafür gehen sie Richtung Norden, wo es eine Stelle mit vielen Bäumen gibt, die auch als Weihnachtsbaum durchgehen. Sie gehen zwischen den vielen Tannen her, bis Luce einen findet, der ihr gefällt. Er ist etwas mehr als zwei Meter groß, hat schöne dunkelgrüne Nadeln und einen dicken Bauch mit vielen Ästen.
„Komm mal her. Hier ist einer.“, ruft sie Jacob zu, der ein paar Bäume weiter ist.
Er dreht sie um und kommt lächelnd auf sie zu, bevor sein Blick sich der Tanne zuwendet.
„Der sieht wirklich schön aus. Hast du gut ausgesucht.“, lobt er sie, während er sie mit einem Arm an sich zieht und sie auf den Scheitel küsst.
Daher schnappt Luce sich die Axt, womit sie ein paar Mal auf den Stamm schlägt. Nur wenige Schläge später ist der Baum gefällt. Jacob muss abrupt zur Seite springen, weil er sonst begraben worden wäre.
„Achtung, Baum fällt!“, ruft Luce reichlich verspätet, als die Tanne schon längst im Schnee liegt.
Daraufhin guckt Jacob sie nur mit hochgezogener Augenbraue an, was ihr ein Grinsen entlockt.
Als die beiden samt Baum wieder zu Hause sind, befreien sie die Äste zunächst von allem Schnee. Dann stellen sie die Tanne im Wohnzimmer in einen Ständer, wo er bis nach Silvester stehen bleiben soll. Luce hat bereits allen Baumschmuck aus dem Keller geholt. Damit beginnen sie und Jacob nun den Weihnachtsbaum zu schmücken, während im Hintergrund leise Weihnachtslieder laufen und das Feuer des Kamins sie wärmt…