Die Sonne ist bereits unter gegangen, als Luce am Dienstagabend das Haus verlässt. Sie geht den Trampelpfad zur Straße entlang, wo sie auf Jacob trifft.
„Hey Schatz.“, begrüßt er sie, bevor sie sich in die Arme nehmen und küssen.
Wie immer, wenn sie mit Jacob zusammen ist, fängt Luce Herz sofort an, schneller zu pochen. Das tut es auch weiterhin, als sie bereits Arm in Arm die Straße entlang in Richtung Innenstadt gehen. Sie hat niemals damit gerechnet, dass sie so einen Mann wie ihn finden würde und er ihre Gefühle erwidert. Dieses Glück hatte Luce in ihren Augen nicht verdient, obwohl sie dankbar war, Jacob an ihrer Seite zu haben.
Nach einiger Zeit kommen sie bei Sam und Amara an, die vor dem Haus auf sie warten. Gemeinsam gehen die vier Freunde dann direkt weiter in die Innenstadt, wo sie den Weihnachtsmarkt besuchen wollen.
Bereits aus der Ferne sehen sie die hell erleuchteten Buden und der Geruch von Glühwein, Bratwurst, Crêpes und gebrannten Mandeln steigt ihnen in die Nasen. Auf dem Markt angekommen, schlendern sie erst herum, bevor sie einen Platz in einer der Hütten entdecken. Dort ist ein Stehtisch in einer windgeschützten Ecke frei, den Amara sofort reserviert. Luce gesellt sich zu ihr, während die Männer ihnen allen etwas zu trinken holen.
„Das tut gut.“, seufzt Amara auf, als sie den ersten Schluck ihres heißen Glühweins trinkt.
Sie schließt die Augen, während sie die Wärme genießt, die das Getränk ihr bietet. Daraufhin stellt Sam sich zu ihr und legt einen Arm um seine Freundin, um sie zusätzlich zu wärmen. Sofort kuschelt Amara sich näher an ihn und seufzt erneut wohlig auf.
„Ist dir auch kalt?“, fragt Jacob grinsend, während er für Luce bereits die Arme aufhält.
Daraufhin fangen die Freunde an zu lachen, weil Luce nie friert. Dennoch rückt sie näher zu ihrem Freund ran und kuschelt sich in seine Arme.
„Kuscheln ist immer gut.“, erwidert sie, während sie Jacob von unten anlächelt.
Einige Zeit stehen die Freunde dort so eingekuschelt und reden über alles Mögliche. Schließlich bekommen Luce und Sam jedoch Hunger. Daher holen sie sich nacheinander etwas zu essen und mehr zu trinken, um den Tisch in der Ecke nicht zu verlieren.
Im Laufe des Abends trinken die Vier sehr viel und irgendwann macht sich der Alkohol bemerkbar. Ihre Gesprächsthemen werden immer verrückter. Sie reden selbst über Dinge, die die Menschen um sie herum nicht mitkriegen sollten. Zum Glück sind die alle in ihre eigenen Gespräche vertieft oder so betrunken, dass sie sich an die Worte der Fremden morgen nicht mehr erinnern würden.
Nach einer weiteren Stunde und zwei weiteren Glühwein kommt Amara irgendwann auf eine Idee. Erst wird sie von ihren Freunden abgewehrt, weil sie zu verrückt ist, aber je länger sie darüber reden, umso mehr Lust haben auch die anderen dazu. Schließlich hat Amara ihre Freunde überzeugt und sie ziehen los, um ihren Plan in die Tat umzusetzen…